Museumsfahrt nach Siegen am 26.02.2026

Ziel unserer Museumsfahrt war das MGK (Museum für Gegenwartskunst), ein international ausgerichtetes Kunstmuseum
welches 2001 eröffnet wurde. Unser langjähriges Vereinsmitglied, Frau Ingrid Welle, trug mit einigen Bild-Leihgaben zu dieser retrospektiven Morandi-Ausstellung bei und wollte ihre Begeisterung für den Künstler Giorgio Morandi sowie für die im Werkvergleich vertretene Künstlerin Franziska Reinbothe mit uns teilen und lud uns daher zu dieser Fahrt ein. Für alle Mitfahrenden ein wunderbares Geschenk.
Giorgio Morandi (1890–1964 in Bologna) ist für seine Stillleben und Landschaftsbilder bekannt. Zeit seines Lebens widmete er sich der Darstellung einfacher, alltäglicher Objekte wie Flaschen, Krügen, Vasen und Schalen. In seinen Gemälden und Zeichnungen variierte er die Anordnung der Gegenstände immer wieder neu, sodass trotz ähnlicher Arrangements kein Bild dem anderen gleicht. Zugleich machte sich die Ausstellung das Prinzip Morandis zu eigen und setzte die Werke in Dialog mit älteren und jüngeren Werken anderer Künstler*innen, darunter .. Franziska Reinbothe .. .Frau Reinbothe (1980) ist Vertr.- Professorin für Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Academy of Fine Arts Leipzig. Sie versteht sich durch und durch als Malerin. Und beschäftigt sich mit der Frage: Was ist oder konstituiert ein Gemälde – physisch und konzeptuell? Wie kommt man überhaupt zu Bildern?
Die Führung durch die Ausstellung übernahm der Kurator der Ausstellung Herr Prof. Dr. Christian Spies, dem es bestens gelang, uns in den Bann des Künstlers Morandi zu ziehen. Auch verdeutlichte er, was die im Werksvergleich vertretenen Künstler*innen mit Morandi verbindet.
Im anschließenden von Herrn Spies moderierten Künstlergespräch mit Frau Reinbothe erhielten wir einen Einblick in ihren künstlerischen Werdegang. Spannend war zu erfahren, wie sie zu ihren sogenannten „Umformungen“ (Die Bilder werden auseinandergenommen, gefaltet, geschnitten, auf links gedreht, gebrochen ..) gefunden hat. Auch Fragen waren erwünscht.
Der Museumsbesuch war ein dichtes und intensives Erlebnis.


Bild 1:
Giorgio Morandi, Natura Morta, 1961, Sammlung Kunst Museum Winterthur, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: SIK-ISEA, Zürich, Jean-Pierre Kuhn
Bild 2:
Giorgio Morandi, Natura Morta, 1962, Sammlung Lambrecht-Schadeberg © VG Bild-Kunst, Bonn 2025


Bild 1:
Giorgio Morandi, Natura Morta, 1952, MGKSiegen, Sammlung Lambrecht-Schadeberg © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Bild 2:
Giorgio Morandi, Natura Morta, 1956, Sammlung Kunst Museum Winterthur, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Reto Pedrini, Zürich


Bild 1:
Willem de Rooij, Bouquet IX, 2012, © der Künstler, Courtesy der Künstler und Marcella Ciacci, Foto: Bruno Ruiz Nava
Bild 2:
Édouard Manet, Distel, um 1880, Sammlung Von der Heydt-Museum Wuppertal, Courtesy Von der Heydt-Museum Wuppertal, Foto: Medienzentrum Wuppertal


Bild 1:
Franziska Reinbothe, Ohne Titel, 2025, Privatsammlung, © die Künstlerin, Courtesy die Künstlerin, Foto: Michael Ehritt
Bild 2:
Tacita Dean, Day for Night, 2009 (Location photograph), 16mm color film, © die Künstlerin, Courtesy Frith Street Gallery, London und Marian Goodman Gallery, New York/Paris/Los Angeles


Bild 1:
Anna & Bernhard Blume, Vasenextase, 1987, © Estate Anna & Bernhard Blume 2025
Bild 2:
Josef Albers, Huldigung an das Quadrat: Glühendes Zentrum – Homage to the square: Glowing centre, 1956, Sammlung Von der Heydt-Museum Wuppertal, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2025, Foto: Medienzentrum Wuppertal